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Buchgezwitscher: Beiträge von Bücherblogs

Ein Thema welches mich mich schon länger interessiert und zu dem ich mir natürlich (wie immer) eine rein subjektive Meinung gebildet habe.

Welche Posts mag ich als Leserin und welche nicht? Weshalb ist das so?

Im folgenden geht es um meine persönliche Einschätzung, was ich hilfreich bei Bücherblogs, die Leser erreichen wollen (kein Tagebuch), finde und was nicht (eine Auswahl).

Hilfreich:

Rezensionen
Natürlich nur, wenn sie eine gewisse Qualität besitzen. Wenn sie aus der Inhaltsangabe und dem Satz: "Konnte alles flüssig lesen und hat Spaß gemacht!" mit Höchstwertung bestehen, dann nützt das mir persönlich rein gar nichts. (Gut, das ist überspitzt formuliert, aber ihr wisst, was ich meine.^^)

Bietet dem Leser: 
Wenn dieser das Buch noch nicht gelesen hat, kann man den Wunsch wecken, dieses Buch auch zu entdecken.
Allgemein ist es meist interessant zu wissen, auf was andere beim Lesen eines Buches achten und wie sie diese Gefühle umschreiben.
Falls es ein Verriss ist, hat man eine Warnung, die theoretisch dem Leser Geld zum Sparen bietet, ihn also vor einem Fehlgriff bewahrt.

Aktionen
Ganz besonders mag ich die dystopischen Zwölf (u.a. weil sie auch sehr unbekannte Exemplare dieses Genres vorstellt).
Oder auch das Duell der Flops von Reading tidbits und Bouqueen ist auch sehr unterhaltsam, obwohl mich keine zehn Pferde dazu bringen würden, schlecht bewertete Bücher zu lesen.^^
Aktionen sind natürlich sehr unterschiedlich, aber so etwas in die Richtung mag ich sehr, auch wenn man sie ja eigentlich nicht über einen Kamm scheren sollte, aufgrund ihrer Andersartigkeit.

Bietet dem Leser: Abwechslung und je nach Art der Aktion mehr Information oder Unterhaltung.

Höchst informative/unterhaltsame Beiträge rund ums Lesen bzw. die Bücherwelt
Ein Paradebeispiel sind die "Zerrissenen Seiten" von Skys Buchrezensionen.
Oder auch die "Buchsplitter" von Bücher über alles.

Bietet dem Leser: Das Gefühl etwas Neues zu entdecken, das nicht schon gefühlte 1000 Mal veröffentlicht wurde. Bei manchen Beiträgen überwiegt der Unterhaltungswert, bei anderen der Informationsgehalt.

Nicht hilfreich:

Monatsstatistiken
Ich muss zugeben, dass mich diese Statistiken einfach nur nerven. Hey, wisst ihr im Februar 2012 habe ich 12 Bücher gelesen! Interessant? Nein!, Hilfreich? Nein!, Unterhaltsam? Nein!

Im Stillen notiere ich mir mein Leseverhalten in einem Notizbuch auf und das hat einen Vorteil:
Ich weiß ungefähr wie viel ich durchschnittlich lese und in welchen Genres etc. und kann mein Kaufverhalten darauf abstimmen. Das ist mein Nutzen, bei dem ich aber keinen Grund sehe, ihn ins Internet jeden Monat oder jede Woche zu publizieren.

Ganz deprimierend sind dann aber Posts, bei dem der Blogger sich schämt, weil er nur zwei Bücher oder so gelesen hat.

Bietet dem Leser:
Nichts interessantes, hilfreiches oder unterhaltsames, einzig einen Vergleichswert, der mich nicht die Bohne interessiert.
Theoretisch ist es ja noch eine Übersicht über alle Rezensionen des Monats, aber ob die gelesenen Bücher auch rezensiert wurden, ist nicht selbstverständlich, des Weiteren müssten diese dann auch verlinkt sein, was nicht immer der Fall ist.

Entschuldigungen jeglicher Art
Blogger werden von ihren Lesern nicht bezahlt und stehen auch sonst in keinem Vertragsverhältnis. Rechtfertigungen sind also unnötig.
Beiträge wie: "Es tut mir leid, dass ich nur vier Rezensionen geschrieben habe!", "Ich habe ja so eine extreme Leseflaute, nur ein Buch habe ich beendet!" sind unnütz für die Leser.

Bietet dem Leser: Nichts, nur schlechte Stimmung.

Neuzugänge
Wer hat die Bücher zuhause und kann sie lesen? Der Autor des Beitrags und nicht die Leser!
Kann der Besitzer schon etwas empfehlen? Nein, denn er hat sie ja noch gar nicht gelesen!
Einzig kann man auf ein Werk aufmerksam werden, aber das ist jetzt nicht unglaublich viel Info.
Ist eine Aufschlüsselung noch zusätzlich vorhanden, wie z.B.: davon sind x gekauft, x Rezensionsexemplare und x gewonnen, interessiert mich diese nicht, denn was habe ich als Leserin davon? Nichts!
Höchstens kann ich noch neidisch werden, aber mehr auch nicht.

Bietet dem Leser: Auflistung von Büchern, die ein anderer Mensch besitzt! Also nicht viel, außer vielleicht die Information, dass diese Bücher existieren und es möglicherweise in entfernter Zukunft eine Rezension zu ihnen geschrieben werden könnte.

Fazit
Ich folge sehr vielen Blogs, das kann natürlich auch meine Übersättigung für manche Beitragsart beschleunigen, aber ich glaube nicht, dass ich irgendwann keine Rezension mehr lesen, Aktionen nur noch langweilig finden und sehr informativen, gar den Lese/Buchhorizont erweiternden Beiträge verschmähen könnte.

Meine negative Haltung gegenüber obigen Beiträgen liegt zudem auch an der Vergänglichkeit dieser Posts. Während eine Rezension auch ein Jahr später nichts von seinem Informationsgehalt einbüßt, sind die Monatsstatistik, bzw. Entschuldigungen und die Neuzugänge schon spätestens nach einem Monat reif für den virtuellen Mülleimer, egal wie viel Mühe dahinter steckt.

Abschließend bin ich einfach neugierig, seid ihr meiner Meinung? Und falls ihr etwas, das ich als nicht hilfreich empfinde, abgöttisch liebt, bin ich echt gespannt, weshalb das so ist.

Hauptsache ist natürlich, dass man nur bloggt, wenn man Spaß daran hat. Deshalb gibt es ja von R.S. und mir auch bestimmte Beitragsarten nicht. ;b

Beitrag von Egoliquida

Buchgezwitscher: Egoliquidas Fazit zum Buchbloggen


Ja, dieser Post wurde gelöscht, damit ich ihn nochmal schreiben kann, falls sich jemand gewundert hat. ;)
Jetzt mache ich ihn aber kürzer und dadurch prägnanter.


Mein Fazit zum Thema Buchbloggen nach drei Monaten:

Zuerst die negativen Aspekte:


  • Ich habe weniger Zeit zum Lesen und lese demnach viel weniger Bücher im Monat.
  • Ich bin viel kritischer und unzufriedener mit Büchern.
  • Ich bin genervt über "Ich lese..."/ "Freitagsfüller"/ "Book-Haul"-Posts von anderen Bloggern, weil ich mit denen irgendwie jetzt weniger anfangen kann.
  • Ich schaue mir kaum noch Videos von Buchyoutubern an.
  • Über Smalltalk kommen die Kontakte durch den Blog leider nicht hinaus. 
  • Ich spüre einen Druck, wenn ich nicht zum Schreiben von Posts komme. (Das wird schon noch, ich erziehe mich selbst.^^ Übrigens nicht zum Schreiben, sondern zu der Einstellung, dass ich den Lesern nichts schulde.)
  • Ich habe das Gefühl, als ob andere Blogger Buchbloggen als ein Art Sport sehen. Immer kreativere, lustigere etc. Rezensionen müssen geschrieben werden, Gewinnpiele, Aktionen, Partnerblogs, Design alles muss öfter und besser und schneller sein. Ich möchte nicht im Zugzwang sein und klinke mich da lieber aus. 
  • Ich bin verunsichert, ob ich überhaupt Cover von Büchern auf meinen Blog veröffentlichen darf. Mit Recht im Internet kenne ich mich leider ungenügend aus.



Und jetzt zu den positiven Aspekten:


  • Ich kaufe weniger Bücher.
  • Ich lese englische Bücher. (Besonders wo Schule jetzt endgültig vorbei ist, ein wichtiger Punkt.)
  • Ich bin in Kontakt getreten mit Buchbloggern und das macht sehr viel Spaß.^^
  • Ich habe die fragwürdige Marketingstrategie einer Autorin zusammen mit R.S. aufgedeckt. (Leider mit wenig Erfolg, denn besagte Frau hat zwar die "Spenden" in "Beiträge" verwandelt, aber vom Jugendschutzhinweis und AGB sehe ich persönlich nichts auf der Seite und von anderer Stelle habe ich erfahren, dass sie einen Höchsteinzahlbetrag für Minderjährige einführen sollte, aber nun gut in meiner Position kann ich wohl nicht mehr machen. 
  • HTML-Tricks bzw. Tutorials begeistern mich.
  • Ich schätze gut geschriebene und lange Rezensionen von anderen Bloggern viel mehr und lese sie jetzt auch.
  • Ich habe von Miss Bookiverse erfahren, wie ich den Google Reader benutze.^^
  • Ich habe mit meinen Posts Menschen geholfen, bzw. sie zum Lachen gebracht. 
  • Mein Freund ist stolz auf mich, dass ich so viel Ehrgeiz in dieses Projekt investiere. 



Insgesamt bin ich recht zufrieden mit dem Hobby Buchbloggen und hoffe, dass sich die negativen Punkte vielleicht bald relativieren werden.

R.S. hat übrigens ihr Buch, an dem sie so lange las beendet und bald könnt ihr ihre Rezension zu "Nevermore" lesen.

Beitrag von Egoliquida

Buchgezwitscher: Design von Bücherblogs


Ich finde das Design von Blogs sehr bedeutend und widme mich deshalb diesem Thema.



Ein ansprechender Blog hat schon rein äußerlich Qualitäten, wie z.B.:

Lesbarkeit

Ich persönlich finde Blogs toll, die eine gut lesbare Seitentext-Schrift für ihre Posts verwenden.
Rezensionen werden ja öfters länger und am Bildschirm ist das Lesen durch das Flimmern immer anstrengender, als wenn man von einem realen Stück Papier abliest. Wenn dann noch eine verschnörkelte Schrift dazukommt, ist bei mir Frust angesagt.

Gut lesbare Schriften sind die, die nicht verschnörkelt sind, z.B. Arial und Times New Roman.
Auch wichtig ist die Schriftgröße: Könnt ihr das gut lesen?
Und die Schriftfarbe: Könnt ihr das gut lesen?
Gerade in Sachen der Lesbarkeit würde ich von gewagten Experimenten abraten, wie z.B. einem Hintergrundbild für den Postbereich.

Bei langen Texten finde ich auch Absätze (Lücken im Textfluss) und Überschriften wichtig. Denn so ist der Text in kleine Häppchen geteilt und man liest ihn viel besser.

Generell ist die Rechtschreibung/Zeichensetzung/Grammatik wichtig. Vertipper passieren, aber besonders was Posttitel und Überschriften angeht, ist es nötig, ganz genau zu schauen, da diese sozusagen "Werbung" für den Beitrag sind.

Alles was vom Postbereich sehr stark ablenkt, mindert die Lesbarkeit von Texten ebenfalls. Meiner Meinung nach sind das z.B. sich selbstständig bewegende Bilder oder Texte bzw. alles was blinkt und damit den Blick auf sich lenkt. Auch ein sehr greller oder verwirrender Hintergrund macht mich nervös.


Ästhetik

Bilder, besonders vom Cover des rezensierten Buches, machen viel aus. Bei Coverbildern mag ich es persönlich nicht, wenn sie durch ein Bildbearbeitungsprogramm farblich verändert werden, da ich schon gern wissen will, wie sie nun in meinem Regal tatsächlich aussehen würden. Ränder und Abrundungen dagegen, werten Bilder oft auf.

Hintergründe vermitteln eine ganze Atmosphäre. Ein schwarzer Bücherblog macht mir eher düstere Gedanken und passt vielleicht eher zu jemanden, der gerne Thriller und Krimis liest und rezensiert.

Wer mehrere Sidebars hat, die sehr viele Elemente beherbergen, ist mit einem ruhigen Hintergrund gut beraten. Ich finde dabei besonders Holzhintergründe schön.

Der Header ist das Markenzeichen eines Blogs und darf ruhig auffällig sein. Wenn er aber zu groß ist, d.h. auf der Startseite sieht man nichts als den Header und muss für den restlichen Inhalt erstmal scrollen, ist das sehr ungünstig.


Navigation/Nutzerfreundlichkeit

Gerade bei Bücherblogs sollten Rezensionen gut auffindbar sein. Vielleicht gibt es einen Index, oder am Seitenrand Miniaturbilder der Cover, die zu den Rezensionen führen.

Überflüssig finde ich u.a. riesige Tag-Ansammlungen, bei denen sehr viele Links viel zu klein sind, um sie überhaupt zu entziffern.
Einige wenige Kategorien helfen da manchmal mehr sich zurechtzufinden.

Wenn ihr eure gelesenen Bücher nach einem bestimmten Bewertungssystem rezensiert, finde ich eine ausführliche Beschreibung des Systems und der Art der Bewertung wichtig. Es ist schon ein Unterschied, ob man nach Bauchgefühl Sterne verteilt, oder ganz gezielt für verschiedene Aspekte.

Ich halte ein großes Spektrum an Möglichkeiten einem Blog zu folgen für sinnvoll. Vielleicht findet man persönlich z.B. Facebook langweilig, aber die Buchbloggergemeinschaft ist groß und da sind bestimmt einige Facebookfreunde  dabei.



Als Hilfe für euch habe ich das Internet durchwühlt und allerhand Nützliches gefunden.

Bevor ihr aber im HTML etwas ändert, solltet ihr unbedingt euer Design abspeichern. Geht in eurem Dashboard auf Vorlage und klickt dann rechts auf den Button: "Backup/Wiederherstellung" und dann auf  "Vollständige Vorlage herunterladen".

Viel Spaß beim Basteln!


 Tipps und Trickliste für Blogs:

Post

Hintergrund

Bildbearbeitung

Header

Sidebar

Schrift

Anderes

Wenn ihr Fragen habt, dann schreibt ein Kommentar und ich kümmere mich, so gut ich es kann, darum.
Wenn ihr andere wichtige Links habt, ergänze ich die Liste gerne.

Beitrag von Egoliquida

Buchgezwitscher: Unser großes Bedenken

Vor einigen Tagen wurden wir von einer Autorin kontaktiert, um ihre bis jetzt 8 freigeschalteten Kapitel ihres Buches zu rezensieren. Wir sind beim Recherchieren auf einige Unstimmigkeiten gestoßen und wollen hiermit unsere Bedenken mit euch teilen.







Mit einer neuen Marketingidee versucht die Autorin C. Junker ihren Debutroman "Emily Anderson und das Vermächtnis der Gebrüder Ysenhoff" populär zu machen.
Auf der Internetseite zu diesem Werk kann man nach und nach die einzelnen Kapitel (Nebenbei:das Buch umfasst 29 Kapitel plus Epilog) freischalten. Das erste Kapitel war frei, ebenso wie der Epilog kostenlos sein wird.
Die weitere Freischaltung ist spendenbasiert. Möglichkeiten zur Spende sind folgende: SMS und Telefonanruf für jeweils 49 Cent Gebühren, PayPal-Zahlung mindestens 33 Cent als Spende und direkte Überweisung für mindestens 20 Cent. Den Restbetrag der Spende kann man frei wählen, genauso wie die Häufigkeit der eigenen Spende.
Wie funktioniert nun die Freischaltung der Kapitel genauer? Für diese ist immer eine bestimmte Anzahl von Spendern nötig. Beim zweiten Kapitel waren zwei Spender Voraussetzung, für das Dritte 4 Spender, für das Vierte 8 Spender usw.

So, nun zu unserem großen Bedenken.

Der Internetauftritt soll Kinder und Jugendliche ansprechen. Diese werden auch direkt dort geduzt. Uns fiel auf, dass bei den Spendenaufruf bzw. auf der ganzen Seite, keine AGB vorhanden sind bzw. keine Aufforderung an die Minderjährigen, die ja die Zielgruppe darstellen, doch bitte ihre Eltern zuerst zu fragen bevor sie spenden. Denn der Spendevorgang an sich ist für die heutige Jugend kein großes Hindernis mehr und schnell könnte man fünf SMS schicken.

Ebenso fragwürdig für uns ist der Vorgang der Freischaltung. Von Kapitel zu Kapitel sind mehr Leser (demnach auch Spender) von Nöten. Diese sollen sich von Mal zu Mal verdoppeln. Was sich erstmal nicht viel anhört, von 2 auf 4 auf 8 auf 16, geht irgendwann in die enormen Zahlen.
Wir haben das hier mal spaßeshalber in einer Tabelle aufgeführt:


Durch die Mindestanzahl von Spendern ist es nun so, dass man das bezahlte Kapitel nicht so schnell wie möglich zum Lesen bereitgestellt bekommt, sondern erst warten muss, bis genügend Leute gespendet haben. Man erfährt auch nie, wie viele Spender eingezahlt haben, sondern nur einen prozentualen Teil in Form eines Balkens.


Kommen wir zu unseren abschließenden Gedanken:

R.S. meint: Die Idee der Autorin, ihr Buch unabhängig von einem Verlag zu veröffentlichen, finde ich persönlich sehr gewagt und auch mutig. Auch dass sie so viel eigene Werbung macht und bei dem Design so viel investiert hat, bewundere ich und dies zeigt für mich, dass sie zumindest Vertrauen in ihr Werk hat. 
Anderseits sage ich mir: Mhm, es wird schon einen Grund geben, warum die Verlage dieses Buch nicht veröffentlicht haben. Und mir gefällt auch nicht, dass dieses System so undurchsichtig ist und das man auf der Internetseite auch nicht genügend Hinweise zur rechtlichen Lage bekommt (noch mal: KEINE AGB!) und keine Warnungen für Minderjährige.
Genauso merkwürdig finde ich, dass es "Spenden" heißt, obwohl man doch ein Buch nach und nach kauft, oder?

Egoliquida meint: Wenn die Autorin ihr Werk wirklich für so viele Lesebegeisterte und Jugendliche wie möglich zugänglich machen wollte, hätte sie es auch für kostenlos bereitstellen können. Zudem sollte man auf jeden Fall Minderjährige vor der Suchtgefahr warnen, denn sehr schnell können die mal eben zehn Mal anrufen. Daneben hat sie die volle Kontrolle, wann und ob sie nun die nächsten Kapitel wirklich freischalten wird. Ob das wirklich nach obigen System abläuft, kann keiner nachvollziehen, bzw. überprüfen. Ferner finde ich die Unsummen, falls sie das wirklich durchzieht, nicht gerechtfertigt, aber das wird ja von der Anzahl der Spenden entschieden.

Was denkt ihr über diese Marketingstrategie? Findet ihr unsere Bedenken gerechtfertigt?


Buchgezwitscher: Über Schnupfen, Bücher und Buchreihen


Hier mal ein etwas sehr persönliches Buchgezwitscher: Ich bin krank! Was tut das hier zur Sache, fragt ihr euch? Ganz einfach, dieser Schnupfen hat mich auf die glorreiche Idee gebracht, mal einiges in Worte zusammenzufassen und, im übertragenden Sinne, zum virtuellen Papier zu bringen.


Erster Gedanke war nämlich, als ich merkte, dass sich ein Unwohlsein anschlich: Welche Bücher lese ich denn nun? Denn sind wir mal sehr ehrlich, nichts ist schöner, als in einem kuscheligen Bett zu liegen, wahlweise Couch, Teechen zu schlürfen, die Kleenexpackung neben einem und sich mal so richtig durchgehend mit seinen neuen und alten Büchern zu beschäftigen. Denn sie bieten während der gesamten Zeit Unterhaltung, Ablenkung und beschäftigen einen den ganzen Tag (fungieren sogar teilweise als Kopfkissen, wie vielseitig sie doch sind!). Zusammen mit ihnen taucht man in Abenteuerwelten, Liebesgeschichten, Horrorszenarien und wohin auch immer ein, und das alles aus dem heimeligen Zuhause.

Im Übrigen resultiert mein zweiter leitender Gedanke hierfür aus meinem Lesemarathon, denn im Zuge dessen nahm ich mir den zweiten Teil von „Flames’n’Roses“ mal vor, den ich kurz zuvor erworben hatte. Ich überlegte nämlich die ganze Zeit, wie ich diesen Teil unseren lieben Abonnenten nahebringen konnte, OHNE ihn wirklich zu rezensieren. Weitere Teile einer Bücherreihe zu bewerten empfinde ich nämlich als ziemlich sinnfrei, denn meiner Meinung nach nimmt man dem Neuleser ein bisschen die Spannung damit. Treuen Fans dieser Bücherreihe aber die eigene Meinung (ob man sie nun hören will oder nicht) vorzuenthalten, wäre aber genauso falsch.

Also, was tun?
Mein Lösung: Ich verpacke das einfach in ein nettes Buchgezwitscher und gebe meinen durchdachten Senf dazu. Wer ihn also lesen will, bitte, wer darauf verzichtet, auch schön. 



Der zweite Teil heißt im Übrigen „Dreams’n’Whispers“ und ist wieder ein totales Mädchencover geworden! (Ehrlich, bei dem rosa haben sich meine dunkelblauen, orangenen, weißen und bunten Cover voll erschreckt, außer Rubinrot, das hat sich natürlich gefreut.) 

Wie zu erwarten, war auch dieses Buch einfache, schnell durchlesbare Lektüre, allerdings viel mir postiv auf, dass ich (als großer Fan von humoristisch angehauchten Werken) bei diesem Band wesentlich mehr und auch lauter lachen konnte. Mal ehrlich, Evies Kommentare und Gedanken sind manchmal einfach nur zum Piepen. Auch taucht eine neue Figur auf, zu der ich allerdings nichts groß sagen möchte, außer: Skurril, also wirklich, wie kommt man auf so was?

Die anderen Charaktere sind einfach und berechenbar wie immer. Schön ist allerdings, dass es ein überraschendes „Wiedersehen“ mit Vivian gibt und man allmählich die Hintergründe zu den Beiden erfährt. Auch wenn das ein ganz schöner Schlag in Evies Gesicht ist, muss ich hinzufügen, bei der Szene blieb mir die Spucke weg.
Jedoch fiel mir auf, dass diesmal wesentlich mehr fantastische Geschöpfe Platz fanden, streckenweise anders als man es erwartet.

Komisch fand ich aber, dass die Geschichte so abrupt endet. Es gab keine tatsächliche Überleitung zum dritten Band. Man kann sich zwar ungefähr vorstellen, worum es gehen wird, aber es war echt: Finale und Aus.
Alles in Allem hat mir das Buch gefallen, es besticht eben irgendwie durch seine Einfachheit und ist trotzdem spannend. Als Fortsetzung kann ich es nur empfehlen, wer den ersten Teil mochte, wird auch an diesem nichts auszusetzen haben.
Für den weiteren Verlauf meines Schnupfens liegen im Übrigen noch folgende Bücher bereit: "Die Drachen der Tinkerfarm" von Tad Williams, "Extrem laut und unglaublich nahe" von Jonathan Safran Foer und "Arkadien erwacht" von Kai Meyer.

Au revoir, R.S.

Buchgezwitscher: Interview mit Herrn SuB




Journalist:  Herr SuB, ich habe gehört, sie wiegen ca. 70 Bücher, wohnen auf Egoliquidas Schreibtisch und in ihrem Pocketbook, einem neuartigen elektronischem Zuhause, und wollen jetzt abnehmen?

Herr SuB: Ja, das stimmt. Ich bin jetzt an einem Punkt in meinem Leben angelangt, an dem ich mich in meiner eigenen Wohnung nicht mehr bewegen kann, das schränkt mich doch zu sehr ein. Schließlich brauche ich Platz für die neuen Pfunde, die bald kommen werden.

Journalist: Egoliquida hat vorbestellt?

Herr SuB: Ja, massenhaft. Manche Bücher kommen erst im nächsten Jahr an.

Journalist: Mein Beileid. Fühlen sie sich wohl in ihrem jetzigen Ausmaß?

Herr SuB: Auf gar keinen Fall! Ich spüre, dass Egoliquida bestimmte Bücher, aus denen ich bestehe, nicht attraktiv findet. Seit Jahren hat sie einige von ihnen nicht berührt, geschweige denn endlich gelesen. Ständig frage ich mich, warum sie nicht manche aussortiert? Ich bin verzweifelt, fühle mich ungenutzt und hässlich.

Journalist: Wie konnte es überhaupt so weit kommen?

Herr SuB: Sie hat mich mit billigem Ramsch gefüttert. Gebrauchte Bücher aus Massenbestellungen. Kein Wunder, dass sie manch ein Mängelexemplar nicht ansehen will, ich selbst kriege einen Schreikrampf bei diesen angestoßenen Ecken, unförmigen Buchrücken und grotesken Stempeln.

Journalist: Mich würde auch interessieren, ob die Medien für ihre Fülle Verantwortung tragen?

Herr SuB: Die sind schuldig für diese Misere! Ohne die Videos auf Youtube, die Rezensionen auf Bücherblogs, ohne den 24 Stunden geöffneten virtuellen Buchhandel mit Lieferung vor die Haustür, wäre ich noch schlank und rank.

Journalist: Hat es nie Hoffnung auf Besserung gegeben?

Herr SuB: Manchmal auf der Waage war ich versucht zu glauben, dass ich mein Gewicht halten könnte. Aber dann kam ein geschenktes, geliehenes oder gewonnenes Kilo dazu. Das waren schwarze Tage für mich.

Journalist: Haben sie nie mit Egoliquida über ihre Probleme gesprochen?

Herr SuB: Mit dieser Süchtigen reden, macht meiner Meinung nach keinen Sinn. Andererseits gibt es noch schlimmere Gestalten, die tatsächlich komplette ungelesene Buchreihen als Hüftgold besitzen. Meistens kann man die auch nicht mehr als vollschlank bezeichnen.

Journalist:  Kommen wir nun zur letzten Frage: Gibt es positive Auswirkungen, bedingt  durch ihr Übergewicht?

Herr SuB: R.S. diene ich als Bibliothek. Es hat also zu einem Nebenjob geführt. Zudem bin ich jedes Mal hocherfreut Egoliquida mit dieser Auswahl glücklich zu machen, denn sie liest immer mehrere Bücher unterschiedlichen Genres gleichzeitig.

Journalist: Ich danke ihnen für dieses Interview und hoffe, dass sie irgendwann ihr Wunschgewicht erreichen werden.



    Herr SuB
 (Leider konnte der Fotograf ihn nicht komplett ins Bild bringen.)


Buchgezwitscher: Cover

Nun hier unser erstes gemeinsames Buchgezwitscher. Zur Erklärung: Zum Thema Bücher kann man ja tausend Unterthemen festmachen, Covers, Stand im Regal, Messen usw. Wir beiden Autoren dieses Blogs (R.S. und Egoliquida) werden nun gelegentlich als kleinen lesbaren Keks unsere Gedanken zu einem Thema äußern und freuen uns, wenn ihr eure Meinung dazu mitteilt! Wenn nicht, dann macht euch wenigstens das Lesen Spaß. Also, viel Freude und hier unser erstes Thema:




Bücher und ihre Cover
Siehst du sie oder liest du schon?


R.S. meint dazu: 


Das Auge liest mit! Eigentlich ganz klar oder? Womit liest man sonst, wenn nicht mit dem Auge. Aber bei genaueren Bedenken: Was sieht man von einem Buch zuerst? Na? Richtig, das Cover! Und nichts ödet mich mehr an bzw. sorgt für mehr Unlust, genau dieses Buch zu lesen, als ein schlecht gestaltetes Cover. 
Mein ganz besonderer Horror: Frauengesichter auf einem Buch! Es läuft mir jedes Mal eiskalt den Rücken runter, wenn mich eine von diesen stupiden, mit Computer überarbeiteten Trullas anguckt. Im schlimmsten Fall passt die Gute noch nicht mal zur Titelheldin, beispielsweise fiel mir mal ein Roman in die Hand, auf dessen Vorderseite eine blasse Blondine zu mir aufblickt, während der Klappentext von den Abenteuern einer rassigen, dunkelhaarigen Schönheit berichtete. Moment mal, dachte ich, drehte das Buch ein paar Mal, legte es dann wieder hin und drehte ihm und allen anderen stumpfen Gesichtern für immer den Leserücken!

Cover sind für mich sehr wichtig und teilweise auch der Grund, ein Buch überhaupt zu kaufen. Zwar durchforste ich gerne Rezensionen und mache eine halbe Wissenschaft daraus, ein Buch zu finden, aber gelegentlich mach ich auch einfach einen Cover-Kauf. So exemplarisch mein neustes Buch.





 „Spiegelkind“ von Alina Bronsky. Sehr schönes Cover, in kalten Tönen gehalten (blau, silber und Grün), leicht glänzend mit abgehobener Titelschrift, das Gleiche gilt für den Buchrücken. Ich weiß zwar nichts über die Geschichte, habe auch keine Rezension gelesen, aber es wird sich hübsch in meinem Regal machen. (Es sei denn, es stellt sich als totaler Fehlgriff heraus, dann hat es trotz hübschen Cover nichts im Regal zu suchen.)




Auch finde ich die Cover von Jugendbüchern liebevoller und interessanter gestaltet und besonders schön ist es für mich, wenn es zum Inhalt passt und man gewisse Teile, wie den Titel oder kleine Figuren oder Ornamente beim Streicheln erfühlen kann. Da macht das Lesen doch gleich viel mehr Spaß. 

Eins meiner Lieblingscover sind übrigens die der Edelstein- Trilogie. Farbe passend zum Titel gewählt       
( Saphirblau- blauer Hintergrund, ist klar.), links und rechts gibt es geheimnisvolle Wesen und Verschnörkelungen ganz in schwarz und schemenhaft gehalten, die Schriftart sieht diesem sehr ähnlich und fügt sich so in das gesamt Bild sehr gut ein. Und die zwei Figuren symbolisieren meiner Meinung nach die aktuelle (Beziehungs-)Situation der Protagonisten in genau diesem einen von drei Teilen. Hach, ich erinnere mich gerade, wie lange ich teilweise diese Bücher gestreichelt habe und über die zwei nachgedacht habe und ihn alles Gute gewünscht habe…Verdammt, jetzt schwärme ich so davon, wir sollten uns langsam an die Rezension zu dieser Reihe setzen!


Mit diesen Worten verabschiede ich mich vom ersten Buchgezwitscher und gebe das Wort an Egoliquida weiter!
Au revoir, R.S.

Egoliquidas Meinung: 


Nicht nur Männer sind Augentierchen, nein, auch ich als Frau, bin den Reiz der Verzierungen, des Schimmers und des sanften Farbwechsels auf der Vorderfront eines Buches erlegen. Schnell wird ein hübsches Exemplar von den sanften Hügeln der Auslage in die Hand genommen- und zackig umgedreht.

Ja, ich muss zugeben, die Inhaltsangabe ist beim letztendlichen Kauf stärker involviert. Auch beim Stöbern im Internet macht mich ein schönes Cover neugierig, aber bis ich es in den Warenkorb lege, müssen Genre, Kurzbeschreibung und Rezensionen im positiven Einklang sein. 

Auch zuhause, wenn ich vor meinen noch unangetasteten Büchern stehe, denke ich nicht: "Hm, soll ich jetzt das schlichte Weiße nehmen, oder das Schwarze mit dem Schmetterling?", sondern eher: "Ach, nach dem letzten trivialen Thema brauche ich erstmal eine Dystopie!" Ich suche eher nach einer erhofften Atmosphäre im Buch und nach der gewünschten voraussichtlichen Tiefe und Intelligenz des Stoffes.

Cover-Käufe mache ich nur sehr, sehr selten. Dennoch werde ich manchmal von einem schönem Cover so sehr verfolgt, dass ich es dann doch unbedingt haben muss. 


Ein extremes Beispiel ist hier: Flüsterherz von Debora Zachariasse. 
Ich sehe es bei jedem verdammten Video von Kossi (Buchyoutuberin)! Und der Buchrücken ist so dermaßen schön, dass ich monatelang dem Buch hinterhergejagt bin, denn den vollen Preis würde ich für den Inhalt dieses Buches (Freundschaft von zwei jungen Mädchen) nie zahlen, denn die Gefahr einer Enttäuschung ist ja sehr wahrscheinlich. Also habe ich bei Medimops, bei rebuy etc. nachgeschaut, ob es Flüsterherz gibt, bis ich es irgendwann nach Monaten der Suche bei amazon Marketplace erstand.


Ein anderes Cover, welches mich verfolgte, war das Buch von der Bloggerin Tanja: Geheimnisse des Himmels. Ich finde es einfach ästhetisch ansprechend mit dem Mond, der schwebenden Insel und vor allen mit diesen Wolken (die auch den Buchrücken verzieren). Und da sie sehr regelmäßig interessante Posts veröffentlicht, stieß ich gefühlte hundertmal auf ihr Buch, bis ich es dann endlich kaufte.

Der Nachteil an diesen Bücher ist jetzt, dass ich mich davor scheue sie zu lesen, denn was mache ich, wenn es mir nicht gefällt? Es einfach in meinem Regal stehen zu haben, weil es schön aussieht, kommt mir fast wie ein Verrat an die anderen Bücher vor, die durch ihre Qualität des Inhalts dort ihren Platz gefunden haben, denn Bücher, die ich nicht mochte, verkaufe ich.


Meistens ist es aber umgekehrt. Ich kaufe hässliche Cover bzw. welche die mich nicht sehr ansprechen, um des Inhalts willen. z.B. "Meisterklasse" von Ally Carter. Dieses Frauengesicht ist doch wirklich nicht schön, oder? Aber die rasante Geschichte über eine Diebin interessiert mich einfach.

Übrigens sind Geschmäcker echt verschieden, denn die Cover der Edelstein-Trilogie die R.S. so toll findet, finde ich zu pastellfarbig und viel zu kitschig. Aber natürlich sind sie um ein vielfaches schöner als die ewig langweiligen Frauengesichter.


Und was meint ihr?