Welche Posts mag ich als Leserin und welche nicht? Weshalb ist das so?
Im folgenden geht es um meine persönliche Einschätzung, was ich hilfreich bei Bücherblogs, die Leser erreichen wollen (kein Tagebuch), finde und was nicht (eine Auswahl).
Hilfreich:
Rezensionen
Natürlich nur, wenn sie eine gewisse Qualität besitzen. Wenn sie aus der Inhaltsangabe und dem Satz: "Konnte alles flüssig lesen und hat Spaß gemacht!" mit Höchstwertung bestehen, dann nützt das mir persönlich rein gar nichts. (Gut, das ist überspitzt formuliert, aber ihr wisst, was ich meine.^^)
Bietet dem Leser:
Wenn dieser das Buch noch nicht gelesen hat, kann man den Wunsch wecken, dieses Buch auch zu entdecken.
Allgemein ist es meist interessant zu wissen, auf was andere beim Lesen eines Buches achten und wie sie diese Gefühle umschreiben.
Falls es ein Verriss ist, hat man eine Warnung, die theoretisch dem Leser Geld zum Sparen bietet, ihn also vor einem Fehlgriff bewahrt.
Aktionen
Ganz besonders mag ich die dystopischen Zwölf (u.a. weil sie auch sehr unbekannte Exemplare dieses Genres vorstellt).
Oder auch das Duell der Flops von Reading tidbits und Bouqueen ist auch sehr unterhaltsam, obwohl mich keine zehn Pferde dazu bringen würden, schlecht bewertete Bücher zu lesen.^^
Aktionen sind natürlich sehr unterschiedlich, aber so etwas in die Richtung mag ich sehr, auch wenn man sie ja eigentlich nicht über einen Kamm scheren sollte, aufgrund ihrer Andersartigkeit.
Bietet dem Leser: Abwechslung und je nach Art der Aktion mehr Information oder Unterhaltung.
Höchst informative/unterhaltsame Beiträge rund ums Lesen bzw. die Bücherwelt
Ein Paradebeispiel sind die "Zerrissenen Seiten" von Skys Buchrezensionen.
Oder auch die "Buchsplitter" von Bücher über alles.
Bietet dem Leser: Das Gefühl etwas Neues zu entdecken, das nicht schon gefühlte 1000 Mal veröffentlicht wurde. Bei manchen Beiträgen überwiegt der Unterhaltungswert, bei anderen der Informationsgehalt.
Nicht hilfreich:
Monatsstatistiken
Ich muss zugeben, dass mich diese Statistiken einfach nur nerven. Hey, wisst ihr im Februar 2012 habe ich 12 Bücher gelesen! Interessant? Nein!, Hilfreich? Nein!, Unterhaltsam? Nein!
Im Stillen notiere ich mir mein Leseverhalten in einem Notizbuch auf und das hat einen Vorteil:
Ich weiß ungefähr wie viel ich durchschnittlich lese und in welchen Genres etc. und kann mein Kaufverhalten darauf abstimmen. Das ist mein Nutzen, bei dem ich aber keinen Grund sehe, ihn ins Internet jeden Monat oder jede Woche zu publizieren.
Ganz deprimierend sind dann aber Posts, bei dem der Blogger sich schämt, weil er nur zwei Bücher oder so gelesen hat.
Bietet dem Leser:
Nichts interessantes, hilfreiches oder unterhaltsames, einzig einen Vergleichswert, der mich nicht die Bohne interessiert.
Theoretisch ist es ja noch eine Übersicht über alle Rezensionen des Monats, aber ob die gelesenen Bücher auch rezensiert wurden, ist nicht selbstverständlich, des Weiteren müssten diese dann auch verlinkt sein, was nicht immer der Fall ist.
Entschuldigungen jeglicher Art
Blogger werden von ihren Lesern nicht bezahlt und stehen auch sonst in keinem Vertragsverhältnis. Rechtfertigungen sind also unnötig.
Beiträge wie: "Es tut mir leid, dass ich nur vier Rezensionen geschrieben habe!", "Ich habe ja so eine extreme Leseflaute, nur ein Buch habe ich beendet!" sind unnütz für die Leser.
Bietet dem Leser: Nichts, nur schlechte Stimmung.
Neuzugänge
Wer hat die Bücher zuhause und kann sie lesen? Der Autor des Beitrags und nicht die Leser!
Kann der Besitzer schon etwas empfehlen? Nein, denn er hat sie ja noch gar nicht gelesen!
Einzig kann man auf ein Werk aufmerksam werden, aber das ist jetzt nicht unglaublich viel Info.
Ist eine Aufschlüsselung noch zusätzlich vorhanden, wie z.B.: davon sind x gekauft, x Rezensionsexemplare und x gewonnen, interessiert mich diese nicht, denn was habe ich als Leserin davon? Nichts!
Höchstens kann ich noch neidisch werden, aber mehr auch nicht.
Bietet dem Leser: Auflistung von Büchern, die ein anderer Mensch besitzt! Also nicht viel, außer vielleicht die Information, dass diese Bücher existieren und es möglicherweise in entfernter Zukunft eine Rezension zu ihnen geschrieben werden könnte.
Fazit
Ich folge sehr vielen Blogs, das kann natürlich auch meine Übersättigung für manche Beitragsart beschleunigen, aber ich glaube nicht, dass ich irgendwann keine Rezension mehr lesen, Aktionen nur noch langweilig finden und sehr informativen, gar den Lese/Buchhorizont erweiternden Beiträge verschmähen könnte.
Meine negative Haltung gegenüber obigen Beiträgen liegt zudem auch an der Vergänglichkeit dieser Posts. Während eine Rezension auch ein Jahr später nichts von seinem Informationsgehalt einbüßt, sind die Monatsstatistik, bzw. Entschuldigungen und die Neuzugänge schon spätestens nach einem Monat reif für den virtuellen Mülleimer, egal wie viel Mühe dahinter steckt.
Abschließend bin ich einfach neugierig, seid ihr meiner Meinung? Und falls ihr etwas, das ich als nicht hilfreich empfinde, abgöttisch liebt, bin ich echt gespannt, weshalb das so ist.
Hauptsache ist natürlich, dass man nur bloggt, wenn man Spaß daran hat. Deshalb gibt es ja von R.S. und mir auch bestimmte Beitragsarten nicht. ;b
Beitrag von Egoliquida





















