Daher viel Spaß mit diesen wirklich kurzen Kurzrezensionen. ;)
1. Die Suche
"Ich ziehe meine Eltern gleichzeitig aus ihren Fächern, genieße das Gefühl des kalten Metalls auf meiner Haut, das Klacken, das die Rolltragen machen, wenn sie auf ihren Stützrädern einrasten." (S.324)
Besser als der erste Teil, da die Rätsel- und Thrillerelemente nicht ganz so durchschaubar waren. Wer Rätsel, Dystopien und Jugendthriller mag, ist damit gut bedient.
Am Ende dachte ich schon Schlimmes, aber ich finde die Endposition sehr gut und freue mich riesig auf den letzten Teil.
Das tolle an Godspeed ist natürlich der Umstand, dass man aus einen Raumschiff nicht flüchten kann.^^
Lesenswert? Ja!
2. Zimmer mit Aussicht
"Er hatte etwas in den Fluß geworfen.
"Was haben Sie hineingeworfen?"
"Sachen, die ich nicht wollte", sagte er ärgerlich.
"Mr. Emerson!"
"Ja?"
"Waren das die Photographien?"
Er hüllte sich in Schweigen.
"Ich glaube, es waren meine Photographien, die sie weggeworfen haben." (S.74)

Autor: Edward Morgan ForsterVerlag: Brigitte EditionSeiten: 334Preis: 4,99€ (gebunden)Reihe: EinzelbandGenre: Gesellschaftskomödie, Liebesgeschichte
Lucy Honeychurch muss sich zwischen dem Freigeist George Emerson und dem versnobten Cecil Vyse entscheiden.
Dieser Klassiker nimmt die prüde viktorianische Gesellschaft mit ganz leichter Ironie aufs Korn. Ich habe, wie den Film, das Buch sehr genossen, weil die Liebesgeschichte ohne Kitsch auskommt und ich wirklich richtig in die Atmosphäre abtauchen konnte.
Lesenswert? Ja!
3. Die Wächter
"Finger hoch, wer für Menschenmengen, Straßenunruhen und das Massenleben im Allgemeinen ist." (S.127)


Autor: John ChristopherVerlag: RavensburgerSeiten: 192Preis: nur noch gebraucht erhältlich (Taschenbuch)Reihe: Einzelband
Sehr kurze Dystopie (leider mit Fluchtanteil), die mich nicht überzeugen konnte, sich aber flüssig gelesen hat. Die Charaktere waren gemessen an der geringen Seitenzahl sehr gut dargestellt. Es geht um einen Jungen, der aus der städtischen Moderne in das scheinbar friedliche historische Landleben flüchtet. Doch die Menschen werden manipuliert und überwacht.
Lesenswert? Vielleicht!
4. Hallo, Mister Gott, hier spricht Anna
"Was für eine verkehrte Welt. Es machte mir mehr und mehr Spaß, auf Antworten Squillionen von Fragen zu wissen. Ich dachte mir einen grotesken Haufen Unsinn aus, und die Antwort war immer gleich." (S.77)
Ein Buch nach einer wahren Begebenheit.
Kleines Meisterwerk. Es werden philosophische Themen angesprochen, die leider nicht immer zu Ende gedacht werden. Ein Buch mit sehr liebenswerten Charakteren, die man sofort ins Herz schließt und die Emotionen wecken.
Lesenswert? Ja!
5. Der Sommer der silbernen Wellen
"Gegebenheiten und Menschen, die ich geglaubt hatte zu kennen, erwiesen sich als das Gegenteil dessen, für das ich sie gehalten habe. Das galt sogar für mich selbst." (S.258)
Autor: Amanda HowellsVerlag: FJBSeiten: 378Preis: 17,99€ (gebunden)Reihe: Einzelband
Ein Buch mit den großen Themen Selbstfindung und Angepasstsein. Fand ich recht fad, da ich aus der angesprochenen Zielgruppe (15-17) heraus bin. Der Schreibstil war angenehm.
Leider war der männliche Part zum Ende hin sehr leichtsinnig und das Mädchen auch noch so blöd, dass sie mit von der Partie war. Es herrschte eine merkwürdige Moral, in der Art wie: Besäufnisse und anderer Drogenkonsum machen nur fehlgeleitete Jugendliche, aber wir sind vernünftiger. Und dann brechen sie in fremde Häuser ein und schwimmen bei Gewitter im Meer. Ähm ja...
Lesenswert? Vielleicht!
6. Renegade
"Winzige Blutstropfen laufen über meinen Arm. Ich sehe zu, wie sie einer nach dem anderen auf dem Boden landen, tropf, tropf, tropf." (S.216)
"Grinsend fragte Gavin mich: "Vielleicht ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um mir zu zeigen, was sich unter deinem Kleid verbirgt?" (S.250)
Naive bis lächerliche Protagonisten werden hier gemischt mit erschreckenden Gewaltszenen und ewiger Flucht. Das Buch hat mich sehr enttäuscht, denn Plot, Setting und Charaktere hätten Potenzial gehabt, wenn die Ausarbeitung besser gewesen wäre. Es gibt eine sehr schwache Story mit Logiklöchern, so groß wie der Ozean um die Unterwasserstadt Elysium, die mit einigen Wendungen und Ideen aufgepeppt wurde.
Lesenswert? Eher nicht!
7. Legend
"Gestern Abend war sie so berauscht von mir wie ich von ihr, aber heute wirkt sie so abweisend, in sich gekehrt." (S.177)
Angeblich schlauste/kriminellste Jugendliche der Nation mit tragischen Hintergrundgeschichten verhalten sich wie Durchschnittsdystopieprotagonisten. Einer der beiden Charaktere ist ständig auf der Flucht, der Gegenpart sucht und verliebt sich in ihn. Die Welt wird leider nur grob beschrieben, sodass viel Atmosphäre allein dadurch verflog. Das Werk hat mich nicht überzeugt und ich werde die Folgeteile wahrscheinlich nicht erwerben, da es mir insgesamt zu durchschnittlich war.
Die Spannung hat durch den Umstand, dass es sich um eine Trilogie handelt, sehr gelitten.
Und wieder kann ich sagen: Gewalt macht ein Buch nicht wirklich besser.
Lesenswert? Vielleicht!




























